Generative Engine Optimization: Was davon messbar ist
Zwei Zahlen zum Anfang
Am 7. September 2026 haben wir gemessen, wie oft im deutschsprachigen Raum nach "generative engine optimization agentur" gesucht wird. Ergebnis: 20 Mal im Monat. Zum Vergleich, aus derselben Abfrage: "ki sichtbarkeit messen" kommt auf 70.
In den Top 10 zu GEO steht keine einzige große Seite. Kein Fachverlag, kein Konzern, keine Behörde. Dort stehen Agenturen in unserer Größenordnung, die den Begriff besetzen wollen, bevor er groß wird.
Das sagt zwei Dinge. Der Begriff ist in Deutschland noch nicht angekommen. Und die Sache dahinter ist trotzdem real.
Was GEO bedeutet
Generative Engine Optimization heißt: dafür sorgen, dass ein Unternehmen in den Antworten von ChatGPT, Perplexity, Gemini und den KI-Übersichten bei Google vorkommt.
Der Unterschied zur klassischen Suchmaschinenoptimierung ist keine Kleinigkeit. Bei Google sehen Sie zehn blaue Links und entscheiden selbst, welchen Sie anklicken und welchen Sie übergehen. Ein Sprachmodell nennt zwei Anbieter. Wer dort nicht vorkommt, taucht im Kopf des Käufers nicht auf.
Ob daraus in Deutschland ein eigenes Fachgebiet wird, wissen wir nicht. Der Suchbegriff sagt bisher nein.
Was sich davon messen lässt
Hier wird es praktisch. Drei Dinge kann man prüfen, ohne an Vermutungen zu glauben.
Die Antwort selbst. Stellen Sie einem Sprachmodell die Frage, die Ihr Kunde stellen würde, und lesen Sie, wer genannt wird. Das dauert fünf Minuten und kostet nichts. Wiederholen Sie es über mehrere Wochen, dann sehen Sie auch, ob sich etwas bewegt. Eine einzelne Antwort ist ein Zufall, zehn sind ein Muster.
Die Quellen, die zitiert werden. ChatGPT und Perplexity nennen ihre Quellen. Sehen Sie nach, welche Seiten das sind. In unseren eigenen Prüfungen sind es überwiegend fremde Seiten: Vergleichsportale, Foren, Fachmedien. Der eigene Blog kommt selten vor.
Ob Sie überhaupt auffindbar sind. Rund drei Viertel der in KI-Antworten zitierten Seiten stehen in der klassischen Suche in den Top 10. Die alte Disziplin verschwindet also nicht, sie ist die Eintrittskarte geworden.
Was sich nicht messen lässt
Niemand kann Ihnen sagen, wie oft ChatGPT Ihre Marke pro Monat nennt. Es gibt keine Statistik dafür, wie es sie für Google-Suchen gibt. Was Anbieter als "GEO-Ranking" verkaufen, sind Stichproben, unsere eigenen eingeschlossen.
Und niemand kann Sichtbarkeit in KI-Antworten garantieren. Die Modelle wählen ihre Quellen selbst, ändern die Wahl ohne Ankündigung und begründen sie nicht. Wer Ihnen dort eine Platzierung zusagt, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.
Woran wir selbst arbeiten
Wir betreiben diese Seite mit denselben Mitteln, die wir empfehlen, und es läuft nicht rund. Von 95 Seiten kennt Google derzeit 21. Der Rest existiert für die Suchmaschine nicht, und was nicht existiert, wird auch nicht zitiert.
Wir schreiben das hin, weil es zum Thema gehört. Sichtbarkeit in KI-Antworten fängt nicht bei der KI an, sondern bei der Frage, ob eine Seite überhaupt abgeholt wird. Diese Reihenfolge gilt für uns wie für jeden anderen.
Wenn Sie anfangen wollen
Fangen Sie mit der Frage an, die Ihr Kunde stellen würde, und schreiben Sie auf, was herauskommt. Danach sehen Sie nach, welche Seiten das Modell zitiert. Beides zusammen sagt Ihnen mehr über Ihre Lage als jede Begriffsdebatte über GEO.
Wenn Sie das lieber mit Rohdaten und einer zweiten Messung nach 30 Tagen hätten, machen wir das: unser KI-Sichtbarkeits-Audit kostet 390 Euro. Die ersten beiden Schritte können Sie aber selbst gehen, und wir sagen Ihnen ehrlich, dass Sie uns dafür nicht brauchen.